International Co-operative Studies (I.C.S.) e.V.
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Als einer der Ersten habe ich von 2001 bis 2004 an der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg im neu eingeführten Bachelorstudiengang Informationstechnik studiert. Am Studium hat mich damals vor allem die Aktualität des Themas interessiert. Natürlich wurde auch ich getrieben durch den damaligen Hype um die Informationstechnologie. Der Studiengang und das I.C.S. Fördermodell hatten zu dieser Zeit gerade die Pilotphase erfolgreich hinter sich gebracht und es waren einige spannende Firmen dabei. Eine davon war Ericsson. Dort habe ich im Bereich Softwareentwicklung meine ersten beruflichen Kontakte geknüpft.
Nach vier Jahren Berufserfahrung und einem berufsbegleitenden Masterstudium war es Zeit für etwas Neues und ich suchte meine Herausforderung bei Audi. Die Automobilindustrie befand sich bereits in einer Umbruchphase; alle Hersteller sind heute gefordert, sich intensiv mit neuen Technologien und Ansätzen auseinanderzusetzen, um weiterhin für die Kunden attraktiv zu sein. Es geht um die Einsparung von CO2, elektrisch betriebene Fahrzeuge und vieles mehr. In der Entwicklung solcher brandaktuellen Technologien direkt mitzuarbeiten ist dabei natürlich besonders spannend.
Die Möglichkeit dazu habe ich in meinem Job jetzt täglich – in der Technischen Entwicklung im Bereich Entwicklung Aggregate. In unserer Hauptabteilung beschäftigen wir uns mit der Elektrifizierung des Antriebsstrangs. Wir entwickeln Komponenten, Bauteile, Funktionen und Software, die man für Hybrid- und Elektrofahrzeuge benötigt. Die Arbeitsweise ist sehr projekt- und praxisorientiert. Für ein Hybridfahrzeug entwickeln wir beispielsweise Funktionen, die festlegen, wann es elektrisch, mit Verbrennungsmotor oder mit beiden Antrieben fährt. Die Herausforderung ist, dem Kunden immer ein gleiches Fahrgefühl zu vermitteln. Wenn ich meine Funktionen am Laptop entwickelt habe, gehe ich damit zum Auto, um erste Tests zu machen. Das kommt oft täglich vor und macht die Arbeit sehr abwechslungsreich.
Dass ich meine Karriere so zielstrebig verfolgen konnte, lag auch an der Förderung durch den I.C.S., die den Grundstock für meine Karriere gelegt hat. Durch die vielen Praxisphasen während des Studiums hatte ich schon früh die Chance berufliche Kontakte zu knüpfen, so dass ich nahtlos an mein Studium bei einem Automobilzulieferer in Nürnberg eine Festanstellung fand. Die Erfahrungen aus der Praxis haben mir außerdem dabei geholfen, frühzeitig herauszufinden was ich beruflich machen möchte und ich habe so nach meinem Studium keine Orientierungszeit mehr benötigt.
Trotz Karriere versuche ich eine gesunde Work-Life-Balance hin zu bekommen. Wir haben seit einem halben Jahr einen Sohn und ich habe mich ganz bewusst dafür entschieden, in Elternzeit zu gehen. Noch eine Erfahrung, die ich jedem nur empfehlen kann!
Quelle: Dieser Artikel basiert auf einem Interview mit Hr. Then, veröffentlicht im Ohm-Journal SS 2011 der Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
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