Ein guter Weg ins Berufsleben

I.C.S. e.V. Erfahrungsbericht Tina
Maschinenbau, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Tina Dorner studierte Maschenbau (B. Eng.) im I.C.S. Modell an der Technischen Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm bei Continental am Standort Nürnberg. Sie hielt bei der Abschlussfeier der Fakultät Maschinenbau und Versorgungstechnik am 22.06.2016 eine Rede über ihre Eindrücke und Erfahrungen mit dem Titel „Übergang ins Berufsleben mit vertiefter Praxis“:

Mein Name ist Tina Dorner und ich habe an der Technischen Hochschule Nürnberg den Bachelor Maschinenbau mit der Vertiefung Produktionstechnik gemacht und darf euch und Ihnen heute ein paar Eindrücke zu meinem Bachelorstudium und der Studienvariante des dualen I.C.S. Modells mit vertiefter Praxis geben.

Aufmerksam bin ich auf das I.C.S. Modell durch die Infoveranstaltung am Anfang des vierten Semesters geworden. Als ich von der Fakultät nominiert wurde, habe ich mich bei den Förderunternehmen beworben und wurde bei Continental am Standort Nürnberg genommen.

Im Praxissemester hatte ich mehrere kleine Projekte, von der Konstruktion einer Prüfvorrichtung, Temperatur- und Taktzeitmessungen oder Prozessoptimierungen. So habe ich in kleinen Schritten zum einen die vielseitigen Bereiche meiner Abteilung kennengelernt und zum anderen die Struktur und Arbeitsabläufe in der Firma und auch wichtige Kontakte im Unternehmen kennen gelernt. Die Bachelorarbeit war dann eher abgetrennt von den Aufgaben meiner Abteilung. So konnte ich jedoch eigenständig an meinem Thema arbeiten, was auf jeden Fall sehr interessant und lehrreich war.

Das I.C.S. Modell, so wie ich es jetzt im Bachelorstudium durchlaufen habe, finde ich, ist eine richtig gute Sache. Man wächst sozusagen gleitend in die Abteilung und in die Firma hinein und hat gute Chancen, übernommen zu werden und dort seinen Berufseinstieg zu machen. Auch die Abteilung, in der ich bin, ist klasse. Die Kollegen sind alle super nett und es ist ein junges, agiles und hilfsbereites Team. Die Arbeitsatmosphäre gefällt mir dort auf jeden Fall.

Außerdem habe ich durch das I.C.S. Modell eine finanzielle Förderung über die letzten drei Semester erhalten. Das war auf jeden Fall von Vorteil. So konnte ich mich voll und ganz auf mein Studium konzentrieren und war nicht mehr auf Nebenjobs oder auf die Unterstützung von meinen Eltern angewiesen.

Durch das I.C.S Modell hatte ich eine sichere Bachelorarbeit in der Firma, in der ich mein Praxissemester absolviert habe und musste mich nicht während des umfangreichen sechsten Semesters um die Bewerbung kümmern. Zusätzlich gab es im I.C.S Modell Zusatzangebote wie Workshops und Events im Netzwerk der I.C.S. students & alumni, wo ich z. B. Leute aus anderen Städten und Firmen kennenlernen und mein Netzwerk erweitern konnte.

Ich bin auf jeden Fall sehr froh, dass ich das Studium so machen konnte und wie es gelaufen ist. Es hat mir persönlich viel gebracht, gerade auch was die Praxiserfahrung angeht, denn ich bin direkt von der Fachoberschule zur Hochschule übergegangen. Da ist die praktische Erfahrung nahezu null. Ich habe mich durch das I.C.S. Modell persönlich weiterentwickelt und auch sehr viel dazu gelernt. Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, durch das Programm eine Firma über einen längeren Zeitraum kennen zu lernen.

Ab Oktober werde ich mit dem Master beginnen. Das Masterstudium kann ich auch mit der I.C.S-Förderung machen. Das bedeutet, ich bin während der Semesterferien wieder in meinem Förderunternehmen und werde die Masterarbeit dort schreiben. Ich finde es richtig gut, dass Continental mir diese Möglichkeit angeboten hat.

Zwischen Bachelor und Masterstudium mache ich momentan ein zusätzliches Praktikum, um weitere berufliche Erfahrungen zu sammeln. Denn ich habe selber gemerkt, dass ich da noch einiges aufzuholen habe, bevor ich richtig ins Berufsleben einsteigen möchte, weil Studium ist ja nicht wie das Berufsleben. Auch die Chance zu haben, Stück für Stück den späteren Berufsalltag kennenzulernen, finde ich richtig klasse.

Aber ich habe das auch gemacht, um den Bachelor und den Master etwas zu entzerren. Für mich war es wichtig, einmal vom ganzen Lernstress in den vergangenen Semestern abzuschalten und einen geregelten Arbeitsalltag zu haben. Das tat mir selbst auf jeden Fall sehr gut. Und warum soll ich das nicht machen, wenn die Firma mir die Möglichkeit gibt. Denn Beruf und Karriere sind schön und gut, aber man muss sich dabei auch selbst im Auge behalten.

Ich habe für mich mit dem I.C.S. Modell einen guten Weg gefunden, ins Berufsleben zu starten und hoffe natürlich, dass auch ihr den richtigen Weg für euch gegangen seid und auch Spaß daran habt, was ihr macht.

In dem Sinne wünsche ich euch weiterhin viel Erfolg und wir sehen uns im Anschluss auf dem Sommerfest der Fakultät oder auch morgen auf der Technikmeile.