Klar hat man auch Urlaub!

I.C.S. e.V. Erfahrungsbericht Andreas und Thomas
Mechatronik/Feinwerktechnik &  Elektrotechnik, Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm

Andreas und Thomas erzählen im Interview von ihren bisherigen Erfahrungen als Förderstudenten bei der Continental am Standort Nürnberg.

Sie haben beide schon die Hälfte des I.C.S. Modells bei Continental am Standort Nürnberg hinter sich, d.h. eine lange Praxisphase von über sieben Monaten und ein Theoriesemester. Gehen Sie das Studium jetzt anders an?

Thomas: Natürlich verändert der Praxiseinsatz das Verhältnis zum Gelernten: Zum Beispiel entwickelt man einen besseren Sinn für Prioritäten!

Andreas: Ich konnte auf jeden Fall wertvolle Praxiserfahrung sammeln. Das Theoriestudium nehme ich nach wie vor sehr ernst, wobei sich durch die praktische Anwendung in der Firma der Nutzen vieler Lerninhalte einfach besser erschließt. Außerdem ist natürlich auch die finanzielle Förderung hilfreich, durch die ich während der Vorlesungszeit nicht mehr nebenbei arbeiten muss wie früher.

Schon vor der Bewerbung konnten Sie Continental am Standort Nürnberg bei einer I.C.S. Infoveranstaltung kennen lernen, bei der sich auch noch andere Firmen präsentiert haben. Was hat Sie überzeugt und zur Bewerbung bewogen?

Andreas: In der Vergangenheit habe ich schon positive Erfahrungen mit Continental am Standort Nürnberg gemacht, so dass ich nicht lange überlegen musste.

Thomas: Mich haben in erster Linie das Produkt und das abwechslungsreiche Arbeitsfeld angesprochen: Die Entwicklung von Embedded Systems und somit die Kombination aus Software und Hardware. Und ganz allgemein die Arbeit im Automotive Bereich.

Wie wurden Sie in Ihre Abteilung bzw. das Team eingebunden?

Andreas: Vom ersten Tag an wurde ich wie ein neuer Festangestellter in die Abteilung integriert und auch an allen Aktivitäten (innerhalb und außerhalb der Arbeitszeit) beteiligt…sehr gut.

Und wie war es bei Ihnen?

Thomas: Bei mir war es ähnlich. Nach der Kennenlernphase der ersten zwei Wochen wurde ich praktisch in den normalen Betrieb der Abteilung mit eingebunden.

Was hat Ihnen bisher besonders gut gefallen?

Andreas: Die fachliche Betreuung und der Umgang miteinander im Team gefallen mir sehr gut.

Thomas: Ja, man wird von Anfang an als schaffendes Mitglied des Teams akzeptiert. Auch, dass mir als Student schon vor dem Abschluss die Wertschätzung und der Respekt eines ausgelernten Vollzeit-Mitarbeiters entgegengebracht werden, hätte ich so nicht erwartet!

Welche Erfahrungen aus dem Praxissemester haben Sie mit ins Studium genommen?

Andreas: Gut koordinierte Zusammenarbeit im Team steigert die Effektivität. Diese Erkenntnis konnten wir in unserer Projektarbeitsgruppe während des 6. Semesters sehr gut umsetzen.

Thomas: Und dass einiger Lerninhalt - dem man es nicht zugetraut hätte – auch praktische Relevanz hat.

Anders als bei anderen dualen Studienmodellen beginnt die Förderung im I.C.S. Modell erst mit dem Praxissemester und umfasst die zweite Studienhälfte. Welche Vorteile hat das für Sie?

Thomas: So kann man im ersten Studienabschnitt noch seine Ferien genießen - Spaß beiseite: Erst in der zweiten Hälfte des Studiums kann man das Theoretische wirklich umsetzen. Neben dem Praxissemester, der Projektarbeit und der Bachelorarbeit geben einem die zusätzlichen Praxisphasen im I.C.S. Modell weitere Gelegenheiten für praktische Anwendungen. Der Vorteil liegt darin, dass das Studium im I.C.S. Modell somit noch stärker in einen theoretischen und praktischen Teil aufgeteilt wird, auf die man sich separat besser konzentrieren kann.

Haben Sie auch diese Erfahrung gemacht?

Andreas: Ja. Während des ersten Studienabschnitts konnte ich die theoretischen Grundlagen schaffen, um dann in den Praxisphasen in der Firma eigenständig Aufgaben zu übernehmen.

Haben Sie auch noch Zeit für Urlaub?

Thomas: Klar hat man auch Urlaub; zwar nicht mehr die vollen Semesterferien, aber die gleichen Urlaubsverhältnisse wie Vollzeit-Mitarbeiter - was tatsächlich dabei hilft, die freie Zeit sinnvoller zu nutzen.

Gerade hat Ihre zweite Praxisphase im I.C.S. Fördermodell zur Vorbereitung der Bachelorarbeit begonnen.
Haben Sie schon ein Bachelorarbeitsthema im Blick?

Thomas: Meine Abteilung ist an der Entwicklung einer Kommunikationsschnittstelle zwischen Steuergeräten und den Testrechnern interessiert. Das Design der Hardware, wie auch die Implementierung einiger Protokolle wird dann meine Aufgabe sein.

Das klingt sehr spannend. Und bei Ihnen?

Andreas: Schon gegen Ende der ersten Praxisphase haben meine Betreuer und ich ein Thema ausgearbeitet. Ich konnte mich also rechtzeitig um einen hochschulseitigen Betreuer kümmern und meine Bachelorarbeit schon anmelden.

Wie fällt Ihr persönliches Resümee für das erste Förderjahr aus?

Andreas: Ich habe die Abteilung sowie ihre Aufgaben kennengelernt und konnte mich sehr gut einarbeiten. Ich denke das sind die optimalen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Berufseinstieg.

Thomas: Man hat die Gelegenheit nicht nur fachlich, sondern auch persönlich einiges dazu zu lernen. Der zusätzliche Input durch die Praxisphasen (und nicht zu vergessen das zusätzliche Einkommen) sind mir jetzt schon von Nutzen und werden auch sicherlich in meinem kommenden Arbeitsleben für einen gewissen Erfolgsvorsprung sorgen!

Ihre ‚Nachfolger‘ im I.C.S. Programm haben kürzlich ihre erste Praxisphase bei Continental am Standort Nürnberg begonnen. Wenn Sie zurück denken an Ihre Anfangszeit, was würden Sie Ihren Kommilitonen mit auf den Weg geben?

Thomas: Ich würde ihnen empfehlen, die vielfältigen Angebote der Firma zu nutzen, soviel Wissen und Erfahrung aufzugreifen wie möglich und z.B. auch die Möglichkeit eines Auslandsaufenthaltes bei Continental am Standort Nürnberg nicht ungenutzt zu lassen. Davon können beide Seiten profitieren!

Andreas: Und locker bleiben bei allem was auf sie zukommt (lacht).